понедельник, 26 декабря 2011 г.

DAS GRÜNE GEWÖLBE. Die große Zeit des gezielten und systematischen Sammelns begann in Dresden im 18. Jahrhundert. Zwischen 1723 und 1730 veranlasste August der Starke die Systematisierung seiner Kunstschätze nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Er brachte die Sammlung im Grünen Gewölbe des Residenzschlosses unter und öffnete sie einem ausgewählten Publikum. Augusts Schatzkammer wurde damit zum ersten eigens eingerichteten Kunstmuseum der Welt. August der Starke war besonders an Schmuck und edlem Tafelgeschirr interessiert, dessen Präsentation er geschickt zur Unterstützung seiner politischen Machtentfaltung einsetzte. Herausragende Stücke im Grünen Gewölbe waren und sind die Arbeiten des Hofjuweliers Johann Melchior Dinglinger, dessen szenisches Werk „Hofstaat zu Delhi“, eine barocke Puppenstube aus Gold, Silber und Juwelen, zu den außergewöhnlichsten und attraktivsten der Sammlung gehört. Das „Bild der Diana“, Dinglingers Lieblingswerk, gehört mit zu den Prunkstücken des Grünen Gewölbes. Dass August der Starke Juwelen liebte, erkennt man auch an den Garnituren, die er sich für seine Hofkleidung anfertigen ließ, zum Beispiel die Smaragd- und die Rubingarnitur. Der Krönungsornat und eine Nachbildung der Krone, mit der August der Starke 1697 zum polnischen König gekrönt wurde, befinden sich ebenfalls unter den Schaustücken. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kunstschätze des Grünen Gewölbes ausgelagert und nach Kriegsende als Kriegsbeute in die Sowjetunion verbrachte; 1958 wurden die meisten Gegenstände an die DDR zurückgegeben, einige sind bis heute verschollen. Bis zum Wiederaufbau des Schlosses wurden die Kunstschätze des Grünen Gewölbes im Albertinum ausgestellt.

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